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Baumkronenpfad im Nationalpark Hainich ist bei Touristen ein Renner

Stagnierende Gästezahlen: Thüringen noch immer „im Dornröschenschlaf“

Erfurt. Thüringen ist nicht der Nabel der Welt. Das wurde am Montag auf der großen Medienkonferenz zum Germany Travel Mart deutlich. Für drei Tage und noch bis heute sind etwa 1000 Journalisten und Reise-Experten aus aller Welt im Freistaat zu Gast. Die Planungen für Reisekataloge und -angebote zum Deutschland-Tourismus aus dem Ausland werden vorangetrieben. Thüringen ist zwar Gastgeber und weiß durchaus zu beeindrucken – doch nicht jeder Gast interessiert sich brennend für Bratwurst, Wartburg oder Schiller. Andere hingegen waren beeindruckt von Landschaft und Kulturschätzen und waren über den „Dornröschenschlaf“ verwundert, in dem Thüringen angesichts stagnierender Gästezahl offenkundig stecken müsse. Sorgen wegen Streiks bei der Bahn Immerhin, glaubt man den Prognosen der Deutschen Zentrale für Tourismus (DZT), die für die Vermarktung der Bundesrepublik im Ausland zuständig ist, steigt die Zahl der Gäste aus anderen Ländern in Zukunft zwischen 25 und 75 Prozent bis zum Jahr 2030. Sogar bei bereits stark vertretenen Ländern erwartet die DZT noch Wachstum. Die Zahl der Übernachtungen etwa durch Österreicher könnte nach den DZT-Zahlen von heute 3,6 Millionen pro Jahr auf sechs Millionen steigen. Bei derartig kräftigen Wachstumszahlen dürfte es sogar im Freistaat kein Problem darstellen, deutlich mehr als zehn Millionen Übernachtungen zu erreichen. Doch die internationale Kundschaft entdeckt in Deutschland nicht nur Vorzüge besonders im Bereich Kulturtourismus. Die Touristiker mussten sich auch Fragen nach unangenehmen Dingen gefallen lassen. So haben etwa die Bahnstreiks der vergangenen Wochen und Monate durchaus ihren Weg in die Köpfe von Medienvertretern und Touristikern aus aller Welt gefunden. Für Reisende aus Übersee kann das unter Umständen zum Problem werden – wer ein Flugzeug erreichen muss, kann nicht einfach auf den übernächsten Zug warten. Die Bahn hatte Björn Bender geschickt, um Fragen zu beantworten. Der ruderte ein wenig: Es gehe in dem Tarifkonflikt nicht nur um Geld, sondern darum, dass eine Gewerkschaft – die GDL – der anderen Gewerkschaft EVG – in manchen Tarifgruppen das Revier streitig machen wolle. Man sei optimistisch, das in den nächsten Wochen in den Griff zu bekommen, orakelte der Bahn-Vertreter. Zudem befasse sich derzeit auch die Politik mit dem Problem – offenkundig eine Anspielung auf das Gesetz zur Tarifeinheit, das den Tarifvertrag der stärkeren Gewerkschaft in einem Unternehmen oder in einer Berufsgruppe für verbindlich erklärt. Die Bahn streitet bisher öffentlich ab, im aktuellen Tarifkonflikt auf ein solches Gesetz zu warten. Reformation und Bauhaus sollen Gäste locken Derweil gibt sich die Thüringer Tourismus Gesellschaft (TTG) optimistisch, mehr Menschen in den Freistaat locken zu können. Mit der Indienststellung der ICE-Strecke zwischen Erfurt und Berlin sei man ab Dezember an große Flughäfen besser angebunden, die Fahrtzeit betrage da jeweils weniger als zwei Stunden. Zudem sei es kaum anderswo möglich, innerhalb eines Tages in der Natur wandern zu gehen, eine Shopping-Tour zu machen und abends Konzert oder Theater zu genießen. Eifersüchtig könnte nur manche Region innerhalb des Freistaates auf die Offensive für ausländische Gäste reagieren. Schloss Friedenstein, der Kyffhäuser oder die Ostthüringer Städte spielen weder in den Image-Filmen noch in den Präsentationen von TTG-Chefin Bärbel Grönegres eine tragende Rolle. Bei der TTG hat man sich entschieden, Schwerpunkte zu setzen. Da dürfte ihr entgegenkommen, dass 2017 das Reformationsjubiläum ansteht und 2019 das Bauhaus 100 Jahre alt wird. Den meisten Beifall der internationalen Gäste bekam übrigens der Baumkronenpfad – etwas Ähnliches gibt es anderswo offenbar noch nicht.

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