Biathlet Sven Fischer ist Botschafter der Initiative "Treffpunkt Wald"

Sven Fischer, vielfacher Medaillengewinner bei Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen im Biathlon, hat sowohl bei Treffpunkt Wald als auch beim Naturathlon 2007 seine Unterstützung zugesagt. Biathlon verknüpft Sport - also Bewegung - und das Erleben in der Natur intensiv, denn ein Großteil der Biathlonstrecken verläuft durch den Wald.

Sven Fischer ist jedoch nicht nur in Training in Wettkampf häufig im Wald unterwegs. Als passionierter Jäger hält er sich auch in seiner knappen Freizeit gerne dort auf und sieht es als seine Aufgabe, den Wald als Lebensraum für das Wild zu pflegen und zu schützen. "Ich war schon als Kind gerne mit meinem Großvater im Wald und in der Natur", so Fischer.

Bei der Olympiade in Turin 2006 stockte er seine Medaillensammlung um zwei Goldmedaillen weiter auf. Insgesamt gewann er bei Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften 28 Medaillen; er ist u. a. siebenfacher Weltmeister und vierfacher Goldmedaillengewinner bei Olympia.

Wenn Sie mehr über Sven Fischer erfahren wollen:
www.sven-fischer-fanpage.com

Wolf v. Lojewski:
Warum ich die Initiative Treffpunkt Wald unterstütze.


Man muss es ja mit dem Tempo nicht übertreiben. Eine lange Wanderung durch den Wald bringt die Seele zur Ruhe. Ich tauche gern ab in die Kühle und in den Schatten unter Bäumen. Alles Laute und Hektische und Lästige fällt von mir ab, die Welt ist gleich viel schöner, und ich komme gestärkt zurück in den Alltag.

Dr. Theo Zwanziger, Botschafter im Jahr der Fußball-WM 2006

Was früher die Regel war, in der Nähe des Waldes zu leben und zu arbeiten, gilt heute für viele als Privileg. Der Wald verspricht Entspannung und Erholung zum oft hektischen und unruhigen Stadt- und Berufsleben.

Ich habe im Beruflichen wie Privaten das Glück gehabt, ein enges Verhältnis zum Wald entwickeln zu können. Als Westerwälder, der noch heute in Altendiez lebt - und gern dort lebt - ist der Wald, der diese Landschaft ja ganz wesentlich prägt, in meinem Leben immer präsent gewesen. Hier ist meine Heimat, wo ich mich am wohlsten fühle. Auch heute noch bin ich mit dem Fahrrad oder auf Wanderwegen, wenn es meine Zeit erlaubt, gerne im Wald unterwegs.

Aber auch wenn ich aus dem Fenster meines Büros in der DFB-Zentrale schaue, blicke ich direkt in den Wald, den Frankfurter Stadtwald in diesem Fall. Hier, vor den Toren der Mainmetropole, haben viele Sportverbände in der Otto-Fleck-Schneise ein schönes Zuhause gefunden. Mancher Gast aus dem In- und Ausland beneidet uns darum. Auch ich genieße es, wenn mir morgens oder abends noch die Gelegenheit bleibt, einige Minuten lang durch den Wald zu gehen auf dem Weg zum Zug.

Und wenn Deutschland heute auch nicht mehr so viel Wald besitzt wie früher - wenn ich manchmal auf dem Weg zu einem Termin mit der Bahn durch Deutschland fahre, freue ich mich doch, wie viele Wälder noch rechts und links der Bahnstrecke zu sehen sind. Und ich denke dann, dass unsere Gäste bei der WM 2006 - viele von ihnen wohl das erste Mal zu Gast in Deutschland - das schätzen und lieben werden. Und vielleicht eines Tages wiederkommen, um diese Landschaften noch besser kennen zu lernen.

Deshalb habe ich mich selbstverständlich gern bereit erklärt, die Initiative "Treffpunkt Wald" als Schirmherr zu unterstützen. Ich hoffe, dass sie mit ihren vielen Veranstaltungen vor Ort dazu beiträgt, den Menschen den Respekt und die Liebe zum Wald nahe zu bringen.

Dr. Theo Zwanziger
Geschäftsführender DFB-Präsident

Armin Maiwald: Botschafter von 2004/2005

Der Wald ist sicher ein unerschöpfliches Thema. Heute im Bewusstsein der meisten Leute wohl eher ein Ort der Erholung und Entspannung war er in meiner Kindheit mehr ein Platz, um sich zu verstecken, gleichzeitig der einzige sichere "Rohstofflieferant". Denn direkt nach dem Krieg war Holz fast der einzige Rohstoff, den es in ausreichendem Maße gab.

Stahl, Eisen, Aluminium, Kunststoffe, Kohle und Erdöl gab es so gut wie gar nicht. Also schnitzte man sich Essbesteck aus Holz, man baute sich primitive Einrichtungsgegen- stände aus Holz, man heizte mit Holz - wenn man glücklicherweise einen Ofen hatte - und sogar die wenigen Autos fuhren mit Holz, die berühmt-berüchtigten Holzvergaserautos. Holz war wertvoll, überlebenswichtig.

Vielleicht haben deshalb Holz, Bäume und Wald für mich immer eine besondere Faszination gehabt.

Später, in meinem Berufsleben, habe ich erfahren, welch' wichtige ökologische Funktionen Wald und Bäume haben. Erinnern möchte ich in diesem Zusammenhang noch einmal daran, dass die ersten Leute, die in den sechziger und siebziger Jahren warnend sagten "der deutsche Wald stirbt", von der Politik als "moskau-ferngesteuerte Idioten" bezeichnet wurden.
Heute hat - Gott sei Dank - jede Partei ein ökologisches Glaubensbekenntnis in ihrem Programm, zumindest auf dem Papier. Dem deutschen Wald geht es dadurch nicht wirklich besser, sagt jedenfalls der letzte Waldbericht, genauso wenig, wie dem scheinbar so "fernen Regenwald" mit seiner kaum zu überschätzenden Klimafunktion.

Dass Bäume mitunter auch spannende Geschichten erzählen können, erlebte ich ebenfalls durch meinen Beruf: Bei Ausgrabungen eines Steinzeithauses konnte man an den Stämmen sehr genau das Datum der Entstehung feststellen, man konnte erkennen, dass der ganze Bau ohne einen einzigen Nagel nur mit Rindenbast zusammengehalten wurde und unendlich viele andere Dinge, die den Rahmen dieser Zeilen sprengen würden.

Noch so eine Geschichte: Ich habe vor einiger Zeit eine "Baumscheibe" gesehen, an deren Jahresringen abzuzählen war, dass dieser Baum vor knapp 400 Jahren gepflanzt wurde. Unvorstellbar, was dieser Baum alles erlebt hat: den Dreißigjährigen Krieg, die Reformation, die Pest, die Gründung des deutschen Kaiserreichs, die Revolution, die erste Eisenbahn, den ersten Menschen auf dem Mond, viele Kriege, und, und, und ….

Und obwohl ich zu den Großstadtbewohnern gehöre, habe ich keineswegs ein romantisch verklärtes Verhältnis zum Wald, sondern ich halte ihn ganz nüchtern für eine unverzichtbare Voraussetzung für unser aller Überleben.

Armin Maiwald

webdesign: MUT online, Göttingen 
Bayern
Baden-Württemberg
Saarland
Rheinland-
Pfalz
Hessen
Nordrhein-
Westfalen
Niedersachsen
Hamburg
Schleswig-
Holstein
Mecklenburg-
Vorpommern
Brandenburg
Sachsen
Sachsen-Anhalt
Thüringen
Berlin